Ostbrandenburg – eine Wirtschaftsregion mit Zukunft
- WFBB zieht Zwischenbilanz: fast 20.000 Arbeitsplätze in 25 Jahren -
„Ostbrandenburg ist eine Wirtschaftsregion mit Zukunft. Mit fast 20.000 neuen Arbeitsplätzen verzeichnen wir hier den höchsten Aufwuchs in den letzten 25 Jahren. Geprägt wird dies vom größten und vielleicht wegweisendsten Ansiedlungserfolg in Ostdeutschland seit der Deutschen Einheit - der Gigafactory von Tesla. Und das Wachstum geht weiter: Tesla hat den Aufbau von 2.500 weiteren Arbeitsplätzen angekündigt. Hinzu kommen industrielle Anker wie ArcelorMittal und die Papierfabrik der ProGroup in Eisenhüttenstadt, CEMEX in Rüdersdorf oder Yamaichi Electronics in Frankfurt (Oder). Auch der Konjunkturmotor BER liegt direkt vor der Haustür. Das ist eine großartige Basis für die Zukunft Ostbrandenburgs“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), Dr. Steffen Kammradt, heute bei einem Besuch in der Region. Anlässlich des 25jährigen Bestehens der WFBB zieht er Zwischenbilanz.
In Ostbrandenburg mit den Kreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland sowie der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) hat die WFBB seit ihrer Gründung im Jahr 2001 insgesamt 890 Unternehmensprojekte mit 19.866 Arbeitsplätzen und einem Investitionsvolumen von über 2,1 Milliarden Euro (ohne Tesla) unterstützt. Hinzu kommen 1.870 Beratungen zu Fach- und Arbeitskräften.
„Seit sieben Jahren blickt die Wirtschaft Europas auf Ostbrandenburg: am 12. November 2019 verkündete Tesla, dass sich die Region im deutschlandweiten Wettbewerb um die Ansiedlung der Gigafactory erfolgreich durchgesetzt hat. Das zahlt sich aus: Schon ein Jahr nach der Werkseröffnung ist Tesla der größte industrielle Arbeitgeber in Brandenburg geworden – und einer der wegweisendsten. Denn hier entsteht ein neues Zentrum für Elektromobilität in Deutschland! In der Folge kann sich daraus eine ganz neue Wertschöpfungskette in Brandenburg bilden. Und während die Automobilindustrie heute andernorts abbaut, wächst Tesla weiter. Brandenburg ist eine erfolgreiche Automobilregion geworden!“, betont Dr. Kammradt.
Dr. Kammradt lobt auch das Ostbrandenburger Wirtschaftsbündnis „Pro Wirtschaft – Weiter denken“, das als Plattform die Vermarktung der positiven Entwicklung der Region unterstützt.
Beispiele für Unternehmensprojekte in Ostbrandenburg, die die WFBB seit 2001 aktiv begleitet hat:
Die Standortentscheidung von Tesla für Grünheide (Landkreis Oder-Spree) bringt 2019 die größte private Investition nach Brandenburg. In Rekordzeit eröffnet das Werk nach 861 Tagen am 22. März 2022. Mit einer vollständigen Wiederaufbereitung des Prozesswassers ist das Unternehmen zudem ein Vorreiter in der nachhaltigen Produktion geworden. Aktuell baut der E-Mobilitätspionier das Werk weiter aus und investiert in eine komplette eigene Batteriefertigung. Fast 12.000 Beschäftigte sind hier bereits tätig, weitere 2.500 Arbeitsplätze folgen jetzt.
Das familiengeführte High-Tech-Unternehmen Allresist Gesellschaft für chemische Produkte zur Mikrostrukturierung mbH ist bereits seit 1999 in Strausberg ansässig. Der Spezialist für Lacke hat sich am Standort kontinuierlich entwickelt und beschäftigt heute 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die Nachfolge ist im Unternehmen bereits geregelt: Die Tochter der Inhaberfamilie ist 2024 in die Geschäftsführung eingetreten.
ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt (Landkreis Oder-Spree) ist ein zentraler Industriestandort. Dort wird hochwertiger Flachstahl für verschiedene Branchen produziert. Dazu zählen die Automobilindustrie, Haushaltsgeräte und die Bauwirtschaft. Das Werk hat eine Jahreskapazität von bis zu 2,5 Millionen Tonnen Rohstahl und beschäftigt rund 2.700 Mitarbeitende (Auszubildende und Leiharbeiter inklusive).
2005 siedelt sich das japanische Unternehmen Yamaichi Electronics in Frankfurt (Oder) an und erweitert 2018 seine Betriebsstätte für die Fertigung elektromechanischer Bauteile auf heute rund 150 Beschäftigte.
Die indie Semiconductor FFO GmbH hat sich 2006 aus dem Institut für Halbleiterphysik in Frankfurt (Oder) ausgegründet und produziert hochintegrierte MillimeterWave-Schaltungen (MMICs) auf technologisch höchstem Niveau. Das Unternehmen, das 43 Beschäftigte zählt, wurde 10 Jahre nach der Gründung mit dem Zukunftspreis Brandenburg ausgezeichnet.
Die innovative GeoClimaDesign AG hat sich 2007 in Fürstenwalde (Landkreis Oder-Spree) angesiedelt und bietet Speziallösungen zur Heizung/Kühlung von Räumen an. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 12 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Das Modeunternehmen Clinton baut 2015 den Standort in Hoppegarten (Landkreis Märkisch-Oderland) zur Europazentrale aus. Damit verbunden sind eine Investition in Höhe von gut 50 Millionen Euro und 100 Arbeitsplätze. Die Europazentrale gehört zu den innovativsten Mode-Logistikzentren Europas auf einer Fläche von mehr als vier Fußballfeldern.
Das Unternehmen GLX Global Logistic Services siedelt sich 2017 mit 45 Arbeitsplätzen im Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink (Landkreis Oder-Spree) an.
Das Unternehmen Motherson SAS baut 2021 – damals noch als SAS Autosystemtechnik - in Fredersdorf-Vogelsdorf (LK Märkisch-Oderland)eine Produktionsstätte für Fahrzeug-Innenteile auf. Damit verbunden sind eine Investitionssumme von 10 Millionen Euro und 110 neue Arbeitsplätze.
Der internationale Logistikdienstleister Ceva Logistics baut derzeit im Log Plaza Frankfurt (Oder) von Alcaro einen großen Standort auf und plant den Start mit rund 500 Beschäftigten.
Die Gründung der heutigen Wirtschaftsfördergesellschaft Brandenburg (WFBB) erfolgte im Jahr 2001, damals noch unter dem Namen ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg. Die Bündelung von Ansiedlung, Technologieförderung, Außenwirtschaft und Energieberatung in der ZAB war ein Novum in Deutschland. Seit 2014 bietet Brandenburg mit der WFBB als erstes deutsches Bundesland neben der Wirtschaftsförderung auch Arbeitsförderung aus einer Hand.
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WFBB, Fotograf: Andreas Schöttke