Der Berliner Senat und die Brandenburgische Landesregierung haben heute die neue „Innovationsstrategie der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 2035“ (InnoBB 2035) beschlossen. Damit setzen die beiden Länder ihre seit
2011 bestehende Zusammenarbeit in der Innovationspolitik fort und passen diese an die aktuellen Herausforderungen und Potenziale an. Ziel ist es, gemeinsam den Innovationsstandort zu stärken, die notwendige Transformation voranzutreiben und die Zukunft der Region aktiv zu gestalten.

Innovationen für eine starke und zukunftsfähige Region
Mit der neuen Strategie setzen Berlin und Brandenburg auf Lösungen, die die Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der Region nachhaltig verbessern. Sie wurde in enger Abstimmung mit regionalen Akteuren aus
Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung entwickelt. Mit ihrem themenorientierten Ansatz bündelt sie Kräfte, um zentrale Herausforderungen wie die digitale Transformation, Klimaschutz und Ressourceneffizienz, den demografischen Wandel, soziale Teilhabe und Sicherheit wirksam anzugehen.

Fünf Zukunftsbereiche als Motor für Innovation
Die Strategie definiert fünf zentrale Zukunftsbereiche, die die wirtschaftliche Dynamik und wissenschaftliche Exzellenz der Hauptstadtregion widerspiegeln sowie die spezifischen Stärken und Potenziale bündeln.

Die fünf Zukunftsbereiche sind:

  • Innovative Mobilität
  • Digitale Technologien & Creative Tech
  • Gesundheit & Teilhabe
  • Intelligente Energiesysteme
  • Innovative nachhaltige Produktion & Materialien

Die entscheidenden Ansatzpunkte für die Stärkung der Innovationsökosysteme in den genannten Zukunftsbereichen sind folgende vier Erfolgsfaktoren:

  • Wissens- und Technologietransfer,
  • Betriebliche Innovationskultur & Entrepreneurship,
  • Lebenslanges Lernen & neue Arbeitsformen sowie
  • Innovationsfreundliche Rahmenbedingungen

Die länderübergreifende Kooperation zwischen Berlin und Brandenburg lässt sich an zahlreichen Projekten im Innovationsökosystem der Hauptstadtregion erkennen:
Beispielsweise entwickelt das europäische Großprojekt APECS Pilotlinie („Advanced Packaging and Heterogeneous Integration for Electronic Components and Systems“) im Verbund führender Forschungsinstitute der Region neue Fertigungsverfahren und -prozesse in der Mikroelektronik. Diese tragen dazu bei, die Unabhängigkeit und Leistungsfähigkeit Europas in dieser Schlüsseltechnologie zu verbessern. Das Konsortium wird von der Fraunhofer Forschungsfabrik Mikroelektronik in Berlin koordiniert und umfasst neben europäischen Partnern mehrere Institute der Leibniz-Gemeinschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft in Berlin und Brandenburg.

Ein weiteres Beispiel sind die Zukunftswerkstätten Innovative Versorgung. Dieses gemeinsame Veranstaltungsformat der Länder Berlin und Brandenburg richtet sich an Akteure der ambulanten und stationären Versorgung, von Krankenkassen sowie der Gesundheitsverwaltung.

Das Batterieforum Berlin-Brandenburg, das in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal stattfand, bietet Akteuren aus der Hauptstadtregion eine wertvolle Plattform für Vernetzung, Austausch und Kooperation. Diese und weitere länderübergreifenden Formate sollen auch in Zukunft einen Beitrag zur Stärkung des regionalen Innovationsökosystems leisten.

Ausrichtung an europäischen und nationalen Leitlinien
Die InnoBB 2035 ist als Strategie der intelligenten Spezialisierung (S3) die zentrale Grundlage für den Einsatz von Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Sie greift die spezifischen Stärken und Potentiale des Innnovationsökosystems der Hauptstadtregion auf und ist konsequent an den europäischen und nationalen Innovationsleitlinien ausgerichtet. Dies sichert Synergien zwischen regionalen, nationalen und europäischen Initiativen und trägt durch Innovation langfristig zur Sicherung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit in der gesamten Haupstadtregion bei. Gleichzeitig können Impulse zu wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen gesetzt werden – in der Region, in Deutschland und in Europa.

Gemeinsam für die Zukunft
Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Franziska Giffey: „In Berlin und Brandenburg sind Zukunftsbranchen zuhause, die Innovationen hervorbringen. Das ist auch ein Grund dafür, warum beide Bundesländer im deutschlandweiten Vergleich wirtschaftlich besser als der Bundesdurchschnitt dastehen. Wir wollen weiterhin die besten Köpfe und Hände in die Hauptstadtregion holen und im europäischen Wettbewerb vorn liegen. Deshalb setzen wir weiterhin auf die starke Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg. Gemeinsam wollen wir weiterhin beste Rahmenbedingungen für Innovationen bieten und damit auch im Wettbewerb um EU-Fördergelder bestehen.

Ministerin für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa Martina Klement: „Im Wettbewerb um die Technologien von morgen können Berlin und Brandenburg nur gemeinsam ihre volle Stärke entfalten. Deshalb setzen wir konsequent auf regionale Innovationsökosysteme. Der Mittelstand ist dabei ein entscheidender Motor: Er bringt Ideen in die Anwendung, treibt Innovationen in die Fläche und schafft Wertschöpfung vor Ort. Unser Ziel ist klar: Innovationen dürfen nicht an den Stadtgrenzen enden, sondern müssen technologische Kompetenz, gute Arbeitsplätze und neue Wachstumschancen in allen Teilen Brandenburgs schaffen."

Innovationsstandort Potsdam Science Park
Die Vorstellung der neuen „Innovationsstrategie der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg 2035“ (InnoBB 2035) durch Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey und Brandenburgs Wirtschaftsministerin Martina Klement erfolgte heute im Potsdam Science Park. Der Potsdamer Innovationsstandort ist Brandenburgs größter Campus für Wissenschaft und Forschung. Hier sind die Universität Potsdam, zwei Fraunhofer-Institute sowie drei Max-Planck-Institute ansässig. Auf einer Fläche von rund 50 Hektar entwickelt sich ein dynamisches Ökosystem für Life Sciences und Biotechnologie mit inzwischen mehr als 50 forschungsnahen Unternehmen.
Die vollständige Innovationsstrategie steht ab 14.07.2026 auf der Website der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg zum Download bereit:

Herausgegeben von
Ministerium für Wirtschaft, Energie, Klimaschutz und Europa (MWEKE)
Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe