Die Energie- und Klimaagentur Brandenburg (EKA) treibt den Ausbau der Elektromobilität im Land voran. In einer Online-Veranstaltung am 21. April 2026 informiert die in der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) angesiedelte EKA Unternehmen und Kommunen über aktuelle Förderangebote zum Aufbau von Ladeinfrastruktur an Mehrparteienhäusern. 

„Der Ausbau der Elektromobilität erfolgt in Brandenburg mit hoher Dynamik. Das ist erfreulich. Denn er schafft eine höhere Unabhängigkeit von konjunkturellen und geopolitischen Krisen. Die Elektrifizierung von Fahrzeugflotten verringert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und damit das Risiko von Preisschwankungen oder Versorgungsengpässen. Damit trägt der Ausbau der Elektromobilität wesentlich zur Krisenresistenz und langfristigen Stabilität betrieblicher und kommunaler Mobilitätsstrategien bei“, sagt WFBB-Geschäftsführer Sebastian Saule.

Nach aktuellen Zahlen der Bundesnetzagentur​ gibt es in Brandenburg derzeit 4.465 Ladepunkte in Betrieb - 2.884 Normalladepunkte, 1.581 Schnellladepunkte. Das entspricht 231.518 kW installierter Ladeleistung. 517 neue Ladepunkte kamen im vergangenen Jahr hinzu – ein Zuwachs von 13,1 Prozent im Vergleich zu 2024. „Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass Brandenburg Tempo macht – sowohl in der Fläche als auch bei der Ladeleistung“, betont WFBB-Geschäftsführer Saule.

Beim Umstieg auf Elektromobilität spielt im Pkw-Bereich das Laden zu Hause eine zentrale Rolle, besonders bei Mehrparteienhäusern. Der Bund fördert deshalb ab sofort den Ausbau durch das neue Programm „Laden im Mehrparteienhaus“. Weitere Informationen und Antragsunterlagen sind abrufbar unter: 

www.laden-im-mehrparteienhaus.de

Auch im Nutzfahrzeugbereich nimmt die Elektrifizierung zu. Zwar sind bei elektrisch betriebenen Lkw die Anfangsinvestitionen in Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur höher, doch Erfahrungswerte zeigen, dass sich E-Lkw durch geringe Betriebskosten häufig ab einer täglichen Fahrleistung von rund 400 Kilometern rentieren. Dabei sind die individuellen Gegebenheiten von großer Bedeutung. Die steigende Nachfrage der Beratungsangebote der EKA verdeutlicht, dass immer mehr Logistikunternehmen den Umstieg auf elektrische Antriebe planen.

Mit der vom Bundesverkehrsministerium angekündigten Förderung für Ladeinfrastruktur auf Betriebshöfen und in gewerblichen Depots soll ein zusätzlicher Anreiz geschaffen werden („Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“).

Für eine kostenfreie Beratung von Unternehmen und Kommunen stehen die Fachleute der Energie- und Klimaagentur Brandenburg gerne zur Verfügung:

https://energie-und-klimaagentur.wfbb.de/