- WFBB zieht regionale Zwischenbilanz für 25 Jahre -

 

„Die Prignitz ist eine erfolgreiche wirtschaftliche Drehscheibe zwischen Hamburg und Berlin. Der Landkreis zeichnet sich durch eine solide Mischung aus innovativem Mittelstand und global aufgestellten großen Unternehmen aus. Die Verkehrsachsen A24 und A14, das Schienennetz und die Elbe binden die Prignitz bestens an die Ballungsräume an. Wir sehen im Landkreis ein hohes Entwicklungspotenzial“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), Dr. Steffen Kammradt, heute bei einem Besuch in Wittenberge. Anlässlich des 25jährigen Bestehens der WFBB zieht er eine Zwischenbilanz.

Im Landkreis Prignitz hat die WFBB seit ihrer Gründung im Jahr 2001 insgesamt 262 Unternehmensprojekte mit 1.407 Arbeitsplätzen und einem Investitionsvolumen von 398,7 Millionen Euro begleitet und unterstützt. Hinzu kommen 470 Beratungen zu Fach- und Arbeitskräften. 

„Wir freuen uns, dass wir seit unserer Gründung vor 25 Jahren die wirtschaftliche Entwicklung in der Prignitz gemeinsam mit unseren regionalen Partnern aktiv unterstützen konnten. Die Prignitz kann stolz auf ihre Entwicklung sein: Hier sind heute Unternehmen aus der ganzen Welt zu Hause. Der Dämmplattenhersteller Austrotherm aus Österreich, die MV Pipe mit dänischem Hintergrund oder die chinesische Sirio Pharma Germany prägen das internationale Profil der Prignitz. Bei Besuchen in den Mutterkonzernen dieser Firmen in ihren Heimatländern haben wir große Wertschätzung für die Prignitzer Tochterunternehmen erfahren“, betont Dr. Kammradt. Hinzu komme ein breiter innovativer Mittelstand. „Was mich besonders freut, ist das gesunde Prignitzer Selbstbewusstsein: als Landkreis zentral zwischen den Metropolen! Wir sehen in der Prignitz ein hohes Entwicklungspotenzial, das wir gerne weiter unterstützen“, so Dr. Kammradt.

 Beispiele für Unternehmen, die die WFBB seit ihrer Gründung im Jahr 2001 aktiv begleitet hat:

Standort in der Prignitz - Marktführer in Europa: Die Magnera GmbH (vormals: Glatfelter) in Falkenhagen war mit einer Erweiterungsinvestition einer der ersten Prignitzer Kunden der WFBB. Das Unternehmen ist heute Marktführer im Bereich Airlaid-Produkte (Vliesstoffe) für Hygiene, Medizin, Gastronomie und mehr. 

Großer Ansiedlungserfolg für Wittenberge: 2012 siedelte sich der österreichische Dämmplattenspezialist Austrotherm, begleitet von der WFBB, in der Stadt an der Elbe an. Ein Jahr später startete die Produktion der unverkennbaren rosafarbenen Austrotherm XPS®-Dämmplatten sowie der Austrotherm UNIPLATTE®, der Bauplatte für Sanitärräume.

Zwei Jahre später der nächste Ansiedlungserfolg: Gemeinsam haben Wittenberge und WFBB 2014 die MV Pipe Technologies GmbH vom Standort überzeugt. Das zur globalen Minimax Viking Gruppe gehörende Unternehmen produziert im weltweit größten Rohrvorfertigungs-Werk Rohre für die Brandschutzindustrie. Das Werk in Wittenberge zeichnet sich nicht nur durch seine Größe aus, sondern auch durch modernste Technologien und Verfahren.

Die Sirio Pharma Germany GmbH (vorm.: Ayanda GmbH) in Pritzwalk ist ein führender Spezialist für die Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln und deren Verkapselung in Softgels. Das Unternehmen ist seit 2016 Teil der weltweit tätigen Sirio Gruppe aus Shantou (China). Am Prignitzer Standort wurde 2024 eine vollautomatisierte Verpackungslinie in Betrieb genommen. Sirio Pharma investierte dafür 15 Millionen Euro und schuf 35 neue Arbeitsplätze. Die WFBB begleitet die Entwicklung des Unternehmens seit vielen Jahren.

Wachstum mit der Energiewende: Die 2012 in Wittenberge gegründete Transformare GmbH ist ein wichtiger und erfolgreicher Partner in der Energiewende. Aktuell erweitert das Unternehmen seinen Standort um ein zweites Werk zur Fertigung von Transformatoren- und Mittelspannungs-stationen. Die Investition umfasst 7,9 Millionen Euro und schafft 22 neue Arbeitsplätze.

Innovationen für die Energiewende: Die Prignitz Mikrosystemtechnik GmbH aus Wittenberge forscht derzeit im Verbund mit der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG in Ludwigsfeldezur optimalen Mischung von Wasserstoff und Erdgas für den Betrieb von Gaskraftwerken. Die WFBB unterstützt das Verbundprojekt über das Förderprogramm ProFIT Brandenburg. 

Die Gründung der heutigen Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) erfolgte im Jahr 2001, damals noch unter dem Namen ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg. Die Bündelung von Ansiedlung, Technologieförderung, Außenwirtschaft und Energieberatung in der ZAB war ein Novum in Deutschland. Seit 2014 bietet Brandenburg mit der WFBB als erstes deutsches Bundesland neben der Wirtschaftsförderung auch Arbeitsförderung aus einer Hand. In diesem Jahr erweitert die Gesellschaft ihr Service-Angebot um die Energie- und Klimaagentur Brandenburg.