Die aktive Gestaltung des industriellen Wandels in Brandenburg ist auch für die kommunalen Beschäftigungsförderer von großer Bedeutung. Rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Jobcentern, Arbeitsagenturen, Kommunen und Landesinstitutionen nutzten die 11. Jahresauftaktveranstaltung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAEK) und der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) zum Austausch über aktuelle Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und der wirtschaftlichen Transformation in Brandenburg.

Staatssekretärin Dr. Friederike Haase machte in ihrer Begrüßung deutlich, dass das Land vor einer wirtschaftlichen und sozialen Umbauphase steht. „Die Transformation des Arbeitsmarktes ist aktuell von sehr gegensätzlichen Entwicklungen geprägt: Beschäftigungsabbau und Fachkräftemangel laufen parallel ab. Deshalb brauchen wir neue Arbeitsmarktmodelle, um Übergänge aktiv zu gestalten“. Diese strategische Ausrichtung bekräftigte Dr. Steffen Kammradt, Geschäftsführer der WFBB. Brandenburgs Erfolg der letzten 35 Jahre müsse nun durch eine gezielte Steuerung des Wandels verstetigt werden: „Der industrielle Wandel ist real spürbar – entscheidend ist, dass wir diesen Wandel aktiv steuern und nachhaltige Beschäftigungsperspektiven im Land sichern.“

Der Appell des Keynote-Speakers Prof. Dr. Sascha Stowasser vom ifaa. e.V., „Die Transformation ist kein Projekt. Sie gelingt nur im Zusammenspiel von Beschäftigten, Unternehmen und Region“, zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. Regionale Kooperationen sind entscheidend, um innovative Strukturen und Angebote voranzubringen: Sie stärken regionale Allianzen, vernetzen Unternehmen vor Ort und fördern den systematischen Ausbau wirksamer Unterstützungsstrukturen.

Im Anschluss daran regte der „heiße Stuhl“ in der Fishbowl zu lebhaften Diskussionen an. Mit dabei waren die Expertinnen und Experten Jochem Freyer (Agentur für Arbeit Frankfurt/Oder), Prof. Dr. Sascha Stowasser (ifaa), Reni Richter (IG BCE) und Jenny Schüler (LEAG). Am Nachmittag hieß es dann: Transformation zum Anfassen, mit der Vorstellung konkreter Initiativen und Projekte im Gallery Walk.