Das Havelland: Ein Brandenburger Wachstumsstar
- WFBB zieht Zwischenbilanz: 6.500 Arbeitsplätze in 25 Jahren -
„Das Havelland ist ein Brandenburger Wachstumsstar. Die Entwicklungen im westlichen wie im östlichen Havelland in den vergangenen 25 Jahren belegen die wirtschaftliche Stärke des Landkreises. Die Standorte strahlen weit in das Umland aus“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB), Dr. Steffen Kammradt, heute bei einem Besuch im Landkreis. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der WFBB zieht er eine Zwischenbilanz.
Im Havelland hat die WFBB seit ihrer Gründung im Jahr 2001 insgesamt 444 Unternehmensprojekte mit 6.554 Arbeitsplätzen und einem Investitionsvolumen von 1.746,6 Millionen Euro aktiv unterstützt. Hinzu kommen 622 Beratungen zu Fach- und Arbeitskräften.
„Die wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen 25 Jahren sind ein Ergebnis, auf das das Havelland zu Recht stolz sein kann. Die große Stärke des Landkreises ist dabei sein breiter Branchenmix. So haben die Logistikunternehmen im Landkreis wesentlich dazu beigetragen, dass Brandenburg seit Jahren in der Top-Liga der deutschen Logistikstandorte mitspielt. Das GVZ Berlin West in Wustermark/Brieselang zählt zu den besten in Deutschland und hat sich fest in den Top 20 der europäischen Logistik-Standorte etabliert. Zur Erfolgsgeschichte zählt auch die Havelländische Eisenbahn AG, die mit dem Rangierbahnhof Wustermark den größten privat geführten Bahnhof in Deutschland betreibt. Integriert in dieses Areal ist der innovative Bahntechnologie Campus Havelland (BTC), der als Forschungs- und Erprobungszentrum die Mobilität der Zukunft mitgestaltet. Auch Rathenow als Zentrum der augenoptischen Industrie und Premnitz haben sich mit innovativen Industrien gut entwickelt. Der Landkreis ist damit gut für die Zukunft gerüstet und auch im Bereich der Erneuerbaren Energien hervorragend aufgestellt – ein Standortfaktor, der für immer mehr Unternehmen wichtig wird. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren regionalen Partnern im Kreis diese positive Entwicklung unterstützen konnten“, betont Dr. Kammradt.
„Besonders stolz kann das Havelland darauf sein, im Regionalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft 2026 zu den Gewinnerregionen der 401 untersuchten Kreise und Städte zu zählen. Der Aufstieg um mehr als 25 Plätze im Vergleich zu 2016 ist ein hervorragendes Ergebnis, über das wir uns sehr freuen und zu dem wir herzlich gratulieren“, hebt WFBB-Geschäftsführer Dr. Kammradt hervor.
Beispiele für Unternehmensprojekte im Landkreis Havelland, die die WFBB seit 2001 aktiv begleitet hat:
Das Schweizer Schienenverkehrstechnik-Unternehmen Stadler errichtet 2020 in Schönwalde-Glien eine Drehgestell-Produktionsanlage mit integriertem Logistik-Zentrum. Damit verbunden sind ein Investitionsvolumen von 21,5 Millionen Euro und 60 Arbeitsplätze. Außerdem betreibt das Unternehmen ein wichtiges Revisions- und Reparaturzentrum.
In Premnitz erweiterte die 2004 angesiedelte Vogt Plastic GmbH mehrfach ihren Standort, zuletzt um eine Aufbereitungsanlage für Granulat. Das Unternehmen beschäftigt heute 96 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Ebenfalls in Premnitz hat die Blücher GmbH als führender Spezialist für Filtersysteme im Individualschutz vor chemischen Kampf- und Gefahrstoffen Innovation zum Prinzip gemacht. Kunden aus sicherheitsrelevanten Bereichen wie Polizei, Feuerwehr oder Zivilschutz bis hin zu Nato-Staaten vertrauen auf die Leistung der 75 Beschäftigten am Standort.
Im Havelland hat sich eine starke innovative Industrie entwickelt: Dazu zählen beispielsweise das Medizintechnikunternehmen OHST in Rathenow, das Aktivkohle-Unternehmen Jacobi Carbon in Premnitz, der Kunststoffverarbeiter Wirthwein, das Ernährungsunternehmen ADM Wild in Nauen oder Panther-Display in Wustermark. Rathenow ist weiterhin ein Zentrum der hochspezialisierten augenoptischen Industrie mit innovativen Fertigungsprozessen.
Logistikboom im Havelland:
Seit 2010 sind Brandenburg und die Hauptstadtregion in die Top-Liga der Logistikstandorte in Deutschland aufgestiegen – und dies ist bis heute so geblieben. Unternehmen im Havelland haben einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg. Hier einige Beispiele:
2013 siedelt sich die bekannte Drogeriekette Dirk Rossmann mit einem Logistikzentrum im GVZ Wustermark an und schafft 150 neue Arbeitsplätze.
2014 kommt die BLG (Bremer Lagerhausgesellschaft) nach Falkensee, 2018 folgt eine zweite Ansiedlung.
2017 steht Wustermark im Rampenlicht: Das Logistikzentrum von dm-drogeriemarkt ist eines der modernsten und innovativsten seiner Branche. 2020 wird das Unternehmen für sein Konzept einer Logistik 4.0 mit dem Deutschen Logistikpreis ausgezeichnet. Aktuell baut das Unternehmen den Standort massiv aus. Für über 200 Millionen Euro entsteht dort ein neues, hochautomatisiertes Kleinteileverteilzentrum.
Edeka sichert sich aktuell in Brieselang die Basis für ihr künftig größtes Logistikzentrum mit geplanten 1.000 Arbeitsplätzen.
Die Zukunftsangelegenheiten GmbH aus Wustermark baut 2020 eine digitale Plattform mit einem Netzwerk aus Verteilzentren, Radlogistikern und digitalem Tourenmanagement als nachhaltige, belastbare und skalierbare Lösung für die „letzte Meile“ von Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP-Diensten) in der Innenstadt auf.
Die Gründung der heutigen Wirtschaftsfördergesellschaft Brandenburg (WFBB) erfolgte im Jahr 2001, damals noch unter dem Namen ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg. Die Bündelung von Ansiedlung, Technologieförderung, Außenwirtschaft und Energieberatung in der ZAB war ein Novum in Deutschland. Seit 2014 bietet Brandenburg mit der WFBB als erstes deutsches Bundesland neben der Wirtschaftsförderung auch Arbeitsförderung aus einer Hand.
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