- WFBB zieht Zwischenbilanz: 2.200 Arbeitsplätze in 25 Jahren -

„Brandenburg an der Havel ist ein Industriestandort mit Zukunft. Ob Metallverarbeitung, Bahnkompetenz oder ganz neu Sicherheits- und Verteidigungsindustrie – die Stadt hat sich zu einem Qualitätsstandort mit großer Ausstrahlung auf das Umland entwickelt. Wir sehen gute Entwicklungschancen für die Havelstadt“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) Dr. Steffen Kammradt heute bei einem Besuch in Brandenburg an der Havel. Anlässlich des 25jährigen Bestehens der WFBB zieht er eine Zwischenbilanz. 

In Brandenburg an der Havel hat die WFBB seit ihrer Gründung im Jahr 2001 insgesamt 343 Unternehmensprojekte mit 2.276 Arbeitsplätzen und einem Investitionsvolumen von 687,1 Millionen Euro aktiv unterstützt. Hinzu kommen 220 Beratungen zu Fach- und Arbeitskräften.

„Brandenburg zählt zu den dynamischen Wachstumskernen im Land. Globale Unternehmen wie ZF, Voestalpine oder das neue Drohnenabwehr-Joint Venture Onberg von Heidelberger Druck schaffen im Zusammenspiel mit einem breiten technologieorientierten Mittelstand einen innovativen Branchenmix. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Partnern in der Stadt diese positive Entwicklung unterstützen können. Besonders erfreulich: Neben wichtigen Ansiedlungen hat die WFBB seit 2001 auch 257 Technologievorhaben ansässiger Firmen in der Havelstadt betreut“, betont Dr. Kammradt.

„Besonders freuen wir uns mit Brandenburg an der Havel, dass die Stadt im Regionalranking 2026 des Instituts der deutschen Wirtschaft zu den Gewinnerregionen unter den 401 Kreisen und kreisfreien Städte zählt. Der Aufstieg um mehr als 25 Plätze im Vergleich zu 2016 ist ein hervorragendes Ergebnis, auf das die Havelstadt zu Recht stolz sein kann“, so Dr. Kammradt weiter. „Ich bin in Brandenburg an der Havel immer wieder fasziniert von der einmaligen Verbindung aus Leben am Wasser, industrieller Tradition und Zukunftstechnologien. Wirtschaft und Arbeit lassen sich hier hervorragend mit der hohen Lebensqualität der Stadt verbinden“, hebt WFBB-Geschäftsführer Dr. Kammradt die besondere Ausstrahlung des Standortes hervor. 

Beispiele für Unternehmen in Brandenburg an der Havel, die die WFBB seit 2001 begleitet hat:

Zu den ersten Projekten der WFBB im Jahr 2001 zählt die Ansiedlung des US-Unternehmens Metal Improvementn Company in Brandenburg an der Havel. Der hochspezialisierte Dienstleister im Bereich Oberflächenveredelung ist auf das „kontrollierte Kugelstrahlen“ spezialisiert. Durch gezielten Beschuss werden Spannungen in die Oberfläche von Bauteilen eingebracht, die das Metall vor Ermüdung, Verschleiß oder Rissen schützen. Kunden kommen z.B. aus der Luftfahrt, der Automobilindustrie oder aus dem Maschinenbau.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG fertigt am Standort seit 1991 mechanische Teile für die Herstellung von Druckmaschinen. Im März hat der Konzern das Joint Venture Onberg mit dem amerikanisch-israelischen Drohnenabwehr-Hersteller Ondas gegründet. Damit bringt Heidelberger seine Technologie- und Fertigungskompetenz am Standort Brandenburg an der Havel in die wachsende Branche der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie ein.

Der Standort Brandenburg an der Havel profitiert von seiner Bahnkompetenz: Die GBM Gleisbaumechanik hat gerade eine Vertragserweiterung mit der Deutschen Bahn zur Modernisierung von Gleisarbeitsfahrzeugen geschlossen. Die Fahrzeuge werden im Ortsteil Kirchmöser vollständig demontiert und technisch grundlegend erneuert. Zur Umsetzung plant das Unternehmen die Schaffung neuer Arbeitsplätze, insbesondere in technischen Berufen und im Ingenieurwesen.

Der Spezialist für Hochgeschwindigkeitsweichen, die österreichische Voestalpine, produziert am Standort Kirchmöser und in anderen deutschen Werken jährlich mehr 1.500 Komplettweichen für Bahninfrastrukturprojekte weltweit. Rund 350 Beschäftigte sind in Kirchmöser tätig.

Das britische Solar-Unternehmen Oxford PV baut den Standort Brandenburg an der Havel 2020 aus. Dabei investiert das Unternehmen 41,2 Millionen Euro und schafft 59 Arbeitsplätze. Das Unternehmen hatte sich 2017 in der Havelstadt angesiedelt. 

2008 erfolgte die Ansiedlung des spanischen Metallverarbeiters Gabarro nach Brandenburg an der Havel. Das Unternehmen erweiterte in der Folgezeit. Heute arbeiten hier 65 Beschäftigte.

Die Gründung der heutigen Wirtschaftsfördergesellschaft Brandenburg (WFBB) erfolgte im Jahr 2001, damals noch unter dem Namen ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg. Die Bündelung von Ansiedlung, Technologieförderung, Außenwirtschaft und Energieberatung in der ZAB war ein Novum in Deutschland. Seit 2014 bietet Brandenburg mit der WFBB als erstes deutsches Bundesland neben der Wirtschaftsförderung auch Arbeitsförderung aus einer Hand.