Starkes Ergebnis des diesjährigen Regional-Rankings des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW): Brandenburg ist das Aufsteiger-Bundesland – fast 80 Prozent der dortigen Regionen haben sich seit 2016 deutlich verbessert. Und: Cottbus holt am stärksten auf.

Keine Region hat sich in den vergangenen zwei Jahren so stark verbessert wie Cottbus. Die einstige Braunkohlestadt baut auf ihrer industriellen Basis und der einzigen Technischen Universität Brandenburgs auf – mit neuen Forschungseinrichtungen, einem ICE-Instandhaltungswerk und der Renaturierung des Tagebaus.

Erstmals erlaubt das Ranking einen Zehnjahresvergleich. Das Ergebnis ist überraschend: Baden-Württemberg hat unter allen Bundesländern den höchsten Anteil an Verlierer-Regionen. Mehr als jeder zweite Kreis verlor seit 2016 mindestens 25 Ränge. Das spiegelt den Transformationsdruck in der Industrie wider, die in Baden-Württemberg traditionell zu den zentralen Stärken zählte. Am besten hat sich Brandenburg entwickelt: 80 Prozent der Kreise zählen dort zu den Gewinnern.

Für das IW-Regionalranking untersucht die IW Consult seit 2016 alle zwei Jahre 400 Landkreise und kreisfreie Städte anhand von Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität. Das Niveauranking zeigt, wo die Lage aktuell am besten ist. Das Dynamikranking misst, welche Regionen sich in den vergangenen zwei Jahren am stärksten verbessert haben.

Das IW-Regionalranking ist die zweite Studie, die dem Standort Brandenburg beeindruckende Aufsteiger-Qualität bescheinigt. Auch die Untersuchung des Schweizer Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos AG, die im September 2025 vorgestellt worden ist, hat die positive wirtschaftliche Entwicklung Brandenburgs in den 35 Jahren seit der Deutschen Einheit und Neugründung des Landes im Jahr 1990 aufgezeigt.