Die Universität Potsdam erhält einen neuen Campus – dank des SAP-Gründers Hasso Plattner. Die gemeinnützige Stiftung des früheren SAP-Chefs wird zusammen mit dem Land und der Stadt für die Universität Potsdam einen neuen Universitätsstandort für bis zu 6000 Studenten auf dem Brauhausberg errichten. Hierhin sollen vor allem die Bereiche Jura und Sozialwissenschaften der Potsdamer Universität umziehen, die bislang in Potsdam-Babelsberg angesiedelt sind. Das Areal am Griebnitzsee soll dann vollständig vom Hasso-Plattner-Institut (HPI) genutzt werden. Das HPI hat gemeinsam mit der Universität Potsdam die Digital Engineering Fakultät gegründet. Es gilt neben München, Aachen und Karlsruhe schon heute als eine der führenden Software-Schulen Europas. Das HPI soll vor allem im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ausgebaut werden.

„Wir wollen schon auf dem Weg sein in die erste Reihe der deutschen Informatik-Fakultäten“, sagte Plattner. Seine gemeinnützige Stiftung ist aufgrund des unternehmerischen Erfolgs des Softwarehauses SAP eine der reichsten Organisationen ihrer Art in Deutschland. Der Ausbau der Universität Potsdam sei ein Signal für Bildung, Offenheit und die Zukunftsfähigkeit Europas. Oliver Günther, Präsident der Uni Potsdam, sagte: Die Stadt werde künftig ein Standort der weltweiten Spitzenforschung sein. Der nun anstehende Ausbau der Universität suche seinesgleichen. Er werde magnetische Wirkung entfalten. Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke ist überzeugt: „Die Wirtschaft in Brandenburg und Berlin wird massiv davon profitieren.“