„Brandenburg verfügt über ein großes Flächenpotenzial für Ansiedlungen. Dieses Potenzial muss genutzt und entwickelt werden. Denn Brandenburg braucht auch in Zukunft attraktive Standorte, um im internationalen Standortwettbewerb weiter erfolgreich zu sein.“ Das sagte Wirtschaftsminister Daniel Keller, auf dem von der Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) organisierten Fachkongress „Gewerbeflächen sind Goldstaub“ in Potsdam. Mehr als 150 Kommunen, Landkreise und weitere Expertinnen und Experten nahmen daran teil.
„Brandenburg kann – gerade im Vergleich mit anderen Bundesländern – bei Ansiedlungsanfragen liefern. Bei Flächenanfragen über 50 Hektar sind die Verfügbarkeiten jedoch bereits begrenzt“, so Minister Keller weiter. „Deshalb brauchen wir die Entwicklung neuer, großer zusammenhängender Flächen, um auch für große Ansiedlungsvorhaben Optionen bieten zu können. Das ist wichtig für die Zukunftsfestigkeit des Wirtschaftsstandortes Brandenburg.“
„Eine Studie der Wirtschaftsforscher der Prognos AG zeigt, dass Brandenburg seit der Deutschen Einheit in vielen Feldern an die Spitze in Ostdeutschland gerückt ist. Diesen Standortvorteil wollen wir nutzen, um für neue Ansiedlungen mit zukunftssicheren Arbeitsplätzen zu werben. Ein entscheidender Faktor ist dabei die Verfügbarkeit geeigneter Gewerbeflächen. Sie sind eine Voraussetzung für weiteres Wachstum. Deshalb suchen wir den Dialog mit den Kommunen und Landkreisen“, betonte WFBB-Geschäftsführer Dr. Steffen Kammradt.
Der Fachkongress mit mehr als 150 Vertreterinnen und Vertretern aus Kommunen, Landkreisen und Wirtschaft widmete sich auch dem großen Ansiedlungsthema der Rechenzentren. Kommunen, Betreiber von Rechenzentren und externe Sachverständige berichteten beispielsweise über Erfahrungen mit Gewerbesteuereinnahmen, Abwärmenutzung und Stromversorgung bei der Ansiedlung von Rechenzentren. Dazu stellte die WFBB erste Zwischenergebnisse eines „Leitfadens für kommunale Handlungsträger im Umgang mit der Ansiedlung von Rechenzentren in Brandenburg“ vor. Die WFBB hat für die Studie PricewaterhouseCoopers International beauftragt. Finanziert wird der Leitfaden durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz des Landes Brandenburg.
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